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Gottesdienst vom 16.12.2007 - Sei doch kein Esel!

Ungewöhnliches trug sich am Gottesdienst für GROSS und klein vom 16. Dezember zu: ein leibhaftiger Esel kam in die Kirche zu Besuch. "Sei doch kein Esel" - so lautete das Motto des Gottesdienstes. Verschiedene Esel aus der Bibel gaben Einblick in ihr bewegtes Leben. So auch der "Weihnachts-Esel" aus dem Stall von Bethlehem. Er hatte gar keine Freude am nächtlichen Besuch der jungen Familie aus Nazareth und am Geschrei des Neugeborenen, das man mitten in seine Futterkrippe - sein Nachtessen - legte. In der Predigt stellte Andreas Müller die Frage, ob wir Menschen wirklich so viel anders seien, als der störrische "Weihnachts-Esel".

// Bilder vom Gottesdienst

Was hat wohl der Esel gedacht?

Was hat wohl der Esel gedacht
in der Heiligen Nacht,
als er plötzlich die Fremden sah im Stall?
Vielleicht hatte er Mitleid verspürt,
hat das Bild ihn gerührt,
und er rückte zur Seite, sehr sozial.
Vielleicht aber packte ihn die Empörung:
Welch eine nächtliche Ruhestörung!
Kaum schlafe ich Esel mal ein -
schon kommen hier Leute herein.

Und dann lag da vor ihm das Kind,
und er dachte: Jetzt sind
es schon drei. Was ist das für eine Nacht!
Da hält mir das Kind doch zuletzt
meine Krippe besetzt.
Und er polterte völlig aufgebracht:
Ich lasse ja manches mit mir geschehen,
doch wenn sie mir an mein Futter gehen,
dann ist's mit der Liebe vorbei.
Und er dachte an Stallmeuterei.

Er wusste ja nicht, wer es war,
den die Frau dort gebar,
hatte niemals gehört von Gottes Sohn.
Doch wir wissen alle Bescheid
und benehmen uns heut
noch genau wie der Esel damals schon.
Denn Jesus darf uns nicht vom Schlaf abhalten,
nicht unseren liebsten Besitz verwalten.
Doch wer ihm die Türen aufmacht,
der hat jeden Tag Heilige Nacht.
Manfred Siebald

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