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Reformierte
Kirchgemeinde

Meisterschwanden
Fahrwangen

Ökumenischer Altersnachmittag

Seniorinnen und Senioren sind eingeladen, zwischen November und Februar, jeweils Mittwochs, einen gemütlichen Nachmittag im reformierten Kirchgemeindehaus zu verbringen. Das Nachmittagsprogramm besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird in der Regel ein Vortrag gehalten, Theater oder Musik vorgeführt. Im darauf folgenden Teil folgt ein feines Zvieri, welches von einem Helferinnenteam vorbereitet wird. Eine kurze gemeinsame Besinnung rundet das Nachmittagsprogramm ab.

Was:
Im Vordergrund stehen das Zusammensein und die Kontaktpflege zu anderen älteren Personen im ökumenischen Rahmen.

Für wen:
Personen im AHV-Alter

Wann:
In den Monaten November bis Februar, jeweils an einem Mittwochnachmittag pro Monat von 14.30 – ca. 16.45 Uhr.

Wo:
Im Saal des ref. Kirchgemeindehauses, Kirchweg 5, 5616 Meisterschwanden

Kontaktperson:
Philipp Nanz, Tel. 056 667 13 27,

Altersnachmittag Februar 2009

Ein Hackbrett und eine schöne Appenzeller Tracht. Was braucht es mehr für einen gelungenen ökumenischen Altersnachmittag? Klar, es braucht einen Künstler. Und dieser war in der Person des Bergbauern Hans Sturzenegger aus Speicher bei den Senioren am rechten Hallwilerseeufer zu Gast.
Auf eine Polka zur Einstimmung folgte ein Walzer und weiter ging es mit echter Appenzeller Musik. Natürlich kann ein Appenzeller nicht auftreten, ohne einige Witze zum Besten zu geben. Trocken und träf wie sie waren, brachten sie die über 80 Senioren kräftig zum Lachen. Nach einigen bekannten Melodien erzählte Hans Sturzenegger einiges über die Innerrhoder Tracht, die er anhat. Er erzählte von den kleinen Unterschieden zur Ausserrhoder und Toggenburger Tracht, von der ausländischen Herkunft des Schmucks, von den Hosenträgern mit Messingbeschlägen, von dem Werdegang eines Gilets, vom Hemd, das in Massarbeit gemacht wird und von Schmuck auf den Schuhen.
Auf dem Hackbrett spielte er mehr traditionelle Melodien und wie es sich für einen Hackbrettspeiler gehört – alles auswendig. Auch ein neues Stück lernt er ohne Noten; das ist durchaus aufwändig.
Mit viel Freude stellte er sein typisches Appenzeller Instrument vor. Verbreitet auch in andern Kulturen dieser Welt, wird das Hackbrett erstmals im 16. jahrhundert urkundlich im Appenzell erwähnt. Ab dem 17. Jahrhundert wird es dann zum Begleitinstrument. Nachdem in den 1970iger Jahren fast niemand mehr Hackbrett spielte, wird es heute wieder viel gespielt, auch an Nachwuchs fehlt es nicht.
An Material und Verarbeitung werden besondere Anforderungen gestellt, so besteht das Instrument aus Tannenholz, das über 8-10 Jahre langsam an der Luft trocknete. Für jeden Ton sind 5 Saiten gespannt. Die Schläger, Ruten genannt, werden auf der einen Seite mit Hirschleder bespannt, um leise spielen zu können.
Ein Appenzeller ‚Zeierli’ und natürlich das Landsgemeindelied ‚Alles Leben strömt aus dir’ bildeten den Abschluss des musikalischen Teils des Altersnachmittags.
Natürlich mussten die Senioren nicht auf dem Trockenen sitzen, ein rässes Zvieri mit Kaffee und Fasnachtschüechli rundete die Veranstaltung ab. ‚Das tut der Seele gut’, sagten viele beim Abschied.
Die katholische und reformierten Kirchgemeinden Meisterschwanden- Fahrwangen bieten im Winterhalbjahr vier Mal im Monatsrhythmus einen ökumenischen Altersnachmittag an. Der Auftritt von Hans Sturzenegger bildete den Abschluss der Winterserie 2008/09.


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